Was hinter den Hotel-Abkürzungen steckt: Bei der Reservierung nichts falsch machen!
Inhaltsverzeichnis: Das erwartet Sie in diesem Artikel
Hotel-Abkürzungen entschlüsselt: So verstehst du die Buchungsangaben richtig!
Wer ein Hotel bucht, stößt oft auf eine Vielzahl von Abkürzungen, die auf den ersten Blick verwirrend wirken können. Was bedeuten Kürzel wie HP, AI oder DZ? Diese Angaben sind essenziell, um genau zu wissen, welche Leistungen im Preis enthalten sind und welche Art von Unterkunft gebucht wird.
Von Verpflegungsoptionen über Zimmertypen bis hin zu Hotelausstattung – in diesem Leitfaden erfährst du, was die wichtigsten Hotel-Abkürzungen bedeuten und worauf du bei der Buchung achten solltest. So vermeidest du Überraschungen und kannst deine Reise optimal planen!
Schwierigkeiten bei den internationalen Hotel Abkürzungen
Die Kürzel, die für die deutsche Touristik-Branche gelten, lassen sich nicht nahtlos auf die geplanten Auslandsreisen übertragen. In vielen Ländern kann die Abkürzung eine andere Bedeutung haben, daher sollte man vor der Buchung genau prüfen, was mit MB oder einem anderen Kürzel tatsächlich gemeint ist. Teilweise sind die Begriffe recht verwirrend, da die gleiche Abkürzung für verschiedene Leistungen verwendet wird oder weil es für das gleiche Angebot mehrere Kennzeichnungen gibt.
Ob es um das Zimmer geht oder um die Verpflegung im Hotel, es lohnt sich, bei Unsicherheiten nachzufragen. Bei einem Aufenthalt ineinem englischsprachigen Land spricht man beispielsweise von dem European Plan, abgekürzt EP, wenn es sich um die reine Übernachtung ohne Frühstück handelt. Für das deutsche Kürzel ÜF (Übernachtung und Frühstück) steht die Abkürzung CP (Continental Plan), wobei das Frühstück dabei meist eher klein ausfüllt. Die Halbpension entspricht dem Modified American Plan (MAP) und die Vollpension wird als „full board“ oder American Plan (AP) bezeichnet.
Video: Tipps zur Urlaubsplanung | Galileo Lunch Break
Die Urlaubsbuchung im Hotel richtig durchführen
Die Vereinheitlichung für die deutschen Reiseanbieter soll dabei helfen, den Urlaub in Deutschland sowie im Ausland fehlerfrei zu planen. Teilweise haben die Anbieter auf ihr individuelles Programm angepasste Kürzel, doch für die üblichen Standardangebote gelten die genormten Abkürzungen der Hotels.
Es gibt mehrere Bereiche, in denen die Kurzzeichen eine Rolle spielen. Neben der Zimmerart und der Zimmerausstattung geht es um die Lage und damit auch um den Ausblick. Des Weiteren sind die Leistungsarten und die Verpflegung sehr wichtig. Auch den Haustyp und die sonstigen Merkmale sollte man bei der Buchung nicht übersehen, damit man weiß, was am Urlaubsort auf einen zukommt. In den folgenden Abschnitten sollen die wichtigsten Hotel-Abkürzungen kurz beschrieben werden.
Video: Hilfe zur Buchung von Pauschalreisen, Städtereisen, Flüge und Hotels – Urlaub buchen – Reise
Die Abkürzungen zum Leistungsangebot: Verpflegung
Das Reisegewerbe hält eine Vielfalt von Abkürzungen bereit, die teilweise für die gleiche Leistung stehen. Die hier aufgeführten Kürzel sind inzwischen ein bekannter Standard, an den sich die Reiseanbieter halten müssen. Lediglich die älteren Reiseführer können noch Abweichungen zeigen.
Die wichtigsten Begriffe für die Verpflegung sind:
- ÜN für Übernachtung: Hierzu gehört keine Verpflegung, sodass Frühstück und andere Mahlzeiten im Hotel separat bestellt oder anderswo eingenommen werden.
- ÜN/F für Übernachtung mit Frühstück: Im Preis ist abgesehen von der Übernachtung nur das Frühstück enthalten.
- HP für Halbpension: Zusätzlich zur Übernachtung und zum Frühstück gibt es als zweite Mahlzeit ein Abendessen, entweder mit Menüwahl oder Buffet.
- VP für Vollpension: Ergänzend zur Halbpension erhält man ein Mittagessen als dritte Mahlzeit, ebenfalls als Menü oder Buffet, manchmal auch à la carte.
- AI für All Inclusive: Neben den Mahlzeiten ist auch der Preis für die Getränke inklusive, des Weiteren kann man Snacks und andere Inklusiv-Verpflegung genießen.
Hotelzimmer und ihre Kennzeichnung
Für Planung der Reise sollte man sich deshalb genügend Zeit nehmen. Die Zimmercodes können bei einigen Reiseportalen variieren, doch es gibt auch hier festgelegte Standards, die Irrtümer ausschließen. Wenn weitere Kürzel auftauchen, sollte man diese vor der Buchung prüfen und aufschlüsseln. Nur wenn die Anbieter eine präzise Definition bereithalten, sollte man sich auf das Angebot einlassen. Unklarheiten sollten dabei unbedingt vermieden werden. Dabei hilft ein Blick auf die verbindliche Leistungsbeschreibung, die man beim Veranstalter oder Hotel findet.

Bei der Entscheidung für ein Hotel und auch bei der Zimmerwahl stehen den Urlaubern oft mehrere Optionen zur Verfügung.(#01)
Die Zimmer-Abkürzungen fürs Hotel
Anhand der folgenden Kürzel erfahren die Reisenden, welche Zimmer im Hotel zu buchen sind. Auch die Preisgestaltung lässt sich auf der Basis der Zimmerbeschreibung erklären.
- EZ: Einzelzimmer, ausgestattet mit einem Einzelbett und oft kleiner als das normale Doppelzimmer,
- DZ: Doppelzimmer mit Doppelbett oder zwei einzeln stehenden Betten,
- DA: Doppelzimmer für die Alleinbenutzung (oft nur mit einer Bettgarnitur ausgestattet),
- FZ: Familienzimmer, typischerweise mit Doppelbett und ein oder mehreren Kinderbetten, bei einigen Anbietern sogar mit getrenntem Raum für die Eltern und den Nachwuchs,
- JS: Junior Suite, Hotelzimmer mit gehobener Ausstattung und abgetrenntem Schlafraum,
- SU: luxuriöse Suite mit gehobener Ausstattung, zwei oder mehr Räume, großes Bad, teilweise inklusive Küche und zusätzliche Beherbergungsmöglichkeiten für eigenes Personal,
- AP: Apartment mit einer oder mehreren Schlafmöglichkeiten sowie mit Küche für die Selbstversorgung,
- ST: Studio oder offenes Apartment mit Kochgelegenheit aber ohne geschlossene Räume,
- BW: Bungalow als kleines Ferienhaus mit mehreren Räumen, Küche und Bad, bieten oft Platz für maximal acht Personen.
Weitere Eigenschaften der Zimmer
Hier folgen die speziellen Merkmale der Zimmer, die sich auf die Lage und den Ausblick beziehen:
- Low: Sparzimmer zum niedrigen Preis (Low Cost), oft kleiner und ohne bestimmte Ausstattungsmerkmale wie Balkon oder Minibar, teilweise auch mit ungünstiger Lage und ohne schöne Aussicht,
- GS oder LS: Garten- oder Landseite, garantiert nicht automatisch den Blick in die Landschaft oder den Garten,
- MS: Meerseite, doch auch wenn das Zimmer in Richtung des Meeres liegt, hat man nicht unbedingt den Blick darauf (Häuserfront, Wald),
- MB: garantierter Meerblick, allerdings gibt es Unterschiede zwischen dem direkten und dem seitlichen Meerblick (eingeschränkt oder „um die Ecke“),
- SUP: Mit der Kennzeichnung Superior wird die Leistung des Anbieters prämiert, die über den angegebenen Hotel-Sternen liegt.

Spätestens bei den Überlegungen, wohin die nächste Reise gehen soll, steht man vor der Frage, welche Leistungen man genau buchen möchte. Reicht die Halbpension aus oder soll es lieber ein Angebot mit All-inclusive sein? (#02)
Die Abkürzungen zur Urlaubssaison
Spätestens bei den Überlegungen, wohin die nächste Reise gehen soll, steht man vor der Frage, welche Leistungen man genau buchen möchte. Reicht die Halbpension aus oder soll es lieber ein Angebot mit All-inclusive sein? Welche Zimmerkategorien stehen im favorisierten Hotel zur Auswahl? Wenn man unabhängig von den Schulferien ist, kann man viel Geld sparen, denn das Reisen außerhalb der Hauptsaison ist deutlich günstiger.
In den international gängigen Abkürzungen der Hotellerie findet man die detaillierten Erklärungen zu den diversen Kürzeln. In Deutschland kann man sich bei der Suche nach dem jeweiligen Reisezeitraum an den folgenden Abkürzungen orientieren:
- VS für Vorsaison,
- NS für Nebensaison,
- HS für Hauptsaison oder Hochsaison,
- ZS für Zwischensaison.
Teilweise findet man bei einem Hotel noch weitere Aufteilungen, die sich beispielsweise auf bestimmte Feiertage beziehen. In den Katalogen werden die Preiskategorien oft durch mehrere Farbtöne gekennzeichnet. Diese helfen den Urlaubern dabei, sich zurechtzufinden.
Sonstige Abkürzungen für die individuelle Urlaubsplanung
Neben der Suche nach einem Hotel, der Zimmerkategorie und der idealen Verpflegungsart gibt es noch einige andere Extras, die man schon viele Wochen vor dem Urlaub buchen kann. Gerade wenn es sich nicht um eine Pauschalreise handelt, können noch zusätzliche Leistungen anfallen. Teilweise sind die Reiseanbieter bei der Anmietung eines Mietwagens (MW) behilflich oder es wird angeboten, ein Verlängerungswochenende (VW) zu buchen.
Die Hotelausstattung selbst wird ebenfalls durch Abkürzungen vorgestellt, beispielsweise:
- SW: Swimmingpool,
- TP: Tennisplatz,
- MG: Minigolf.
Für besondere Leistungsangebote gibt es im Hotel möglicherweise anbieterspezifische Kürzel, die unbedingt eine eindeutige Definition haben sollten. Durch das Nachfragen und die Bestätigung des Reiseanbieters erspart man sich möglichen Ärger auf der Reise und weiß genau, was einen erwartet.
Ein Fazit für eine stressfreie Reisebuchung
Die Vielzahl an Hotel-Abkürzungen kann auf den ersten Blick verwirrend erscheinen, doch sie sind essenziell, um eine passende Unterkunft mit den gewünschten Leistungen auszuwählen. Egal ob es um die Verpflegung, die Zimmerart oder die Lage geht – wer die Kürzel versteht, vermeidet Missverständnisse und unerwartete Überraschungen bei der Ankunft.
Was du dir merken solltest:
- Verpflegungskürzel wie HP (Halbpension) oder AI (All-Inclusive) geben an, welche Mahlzeiten im Preis enthalten sind.
- Zimmerkategorien wie DZ (Doppelzimmer) oder SU (Suite) helfen bei der Auswahl der richtigen Unterkunft.
- Lage- und Ausstattungshinweise wie MB (Meerblick) oder AC (Klimaanlage) sorgen für eine klare Erwartungshaltung.
Warum ist das wichtig?
Viele Reisende buchen aufgrund attraktiver Angebote, ohne genau auf die Abkürzungen zu achten. Doch eine falsche Interpretation kann dazu führen, dass man plötzlich auf Verpflegung verzichten, für Zusatzleistungen extra zahlen oder in einer unerwarteten Zimmerkategorie untergebracht wird.
Um die perfekte Unterkunft zu finden, sollte man sich vor der Buchung genau über die Hotelkürzel informieren und bei Unsicherheiten direkt beim Anbieter nachfragen. So kann der Urlaub entspannt beginnen, ohne böse Überraschungen vor Ort.
👉 Fazit: Wer die Hotel-Abkürzungen versteht, bucht smarter und kann sich auf eine stressfreie Reise freuen!
Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: Matej Kastelic -#01: nikitabuida -#02: TravnikovStudio
4 Kommentare
Wir verwenden solche Abkürzungen am liebsten gar nicht mehr, obwohl sie sich scheinbar in unserer Branche vollständig etabliert haben.
Allerdings führen sie so oft zur Verwirrung bei Gästen, dass der Aufwand, all ihre Fragen zu beantworten, immer größer wird. Hotels kürzen ab und verlängern damit Beratungszeiten oder rufen die Notwendigkeit für eine Beratung überhaupt erst hervor. Wir wollen lieber auf Transparenz setzen und ersparen Interessenten Verwirrung und uns Arbeit.
Tipp: Alle innerbetrieblichen Abläufe und Managementaufgaben lassen sich in einer App zusammenfassen, sodass die Arbeit noch leichter wird. Und nein, das bedeutet an dieser Stelle keine Werbung, sondern bezieht sich auf jüngste interne Gespräche mit Kollegen, die der Meinung waren, dass sich die Arbeit im Hotel kaum noch rechne.
Hallo,
ich habe eine Anfrage.
Was bedeutet bei einem Hotel-Gutschein
die Angabe: “ Ü/HF für 2 Personen „?
Freundliche Grüsse
Miedczyslaw Tyskiewicz
Das wird ein Tippfehler sein und muss sicher heißen: Ü/HP – Übernachtung / Halbpension
Was bedeutet STS